Medizin & Gesundheit

The effect of FGF2 and VEGFC on co-cultures of ovarian cancer with stromal cells

Eierstockkrebs ist eines der Haupttodesursachen gynäkologischer Krebserkrankungen weltweit. In den westlichen Industrieländern hat Eierstockkrebs die sechsthöchste Mortalitätsrate und eine Fünf-Jahres-Überlebensrate von 25-32%. In Deutschland zählt Eierstockkrebs zu den sechs häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen, und die Fünf-Jahres Überlebensrate liegt bei etwa 40%. Eierstockkrebs ist insbesondere durch Metastasenbildung vorwiegend in der Peritoneumgegend oder anderen umliegenden Organen gekennzeichnet, was folglich zu einer schlechten Prognose für Patientinnen führt.

Es wird davon ausgegangen, dass Mesothelzellen Wachstumsfaktoren, die die Tumorzellen beeinflussen, absondern. Tumorzellen exprimieren und produzieren verschiedene Wachstumsfaktoren wie den Fibroblasten-Wachstumsfaktor 2 (FGF2) und den vaskulären endothelialen Wachstumsfaktor C (VEGFC), die das Wachstum dieser Krebszellen fördern. Des Weiteren ist es sehr schwierig, Eierstockkrebs in einem frühen Stadium zu detektieren und in späten Stadien der Erkrankung zu behandeln.

Darüber hinaus spielen die Kallikrein-related Peptidasen (KLKs) sowie mehrere andere Gene bei Eierstockkrebs in Hinsicht der Prognose eine wichtige Rolle. Somit ist die Erforschung der Entstehung und des Verlaufes dieser Erkrankung sehr wichtig. Ein möglicher Forschungsansatz liegt in FGF2 und VEGFC, der ein besseres Verständnis hinsichtlich des Verlaufs der Erkrankung liefert.

FGF2 und VEGFC wurden im Zuge dieser Masterarbeit speziell mit Hilfe von einer Krebszelllinie und verschiedenen Methoden bezüglich deren Einflusses auf das Ovarialkarzinom im späten Stadium untersucht. Zudem wurden in verschieden Experimenten untersucht, ob es möglich ist, diese Faktoren als prognostische Marker einzusetzen.

Es konnte nachgewiesen werden, dass FGF2 einen Einfluss auf die Proliferation von Krebszellen hat und somit bei der Tumorprogression eine Rolle spielt. Es ist zudem möglich, FGF2 und VEGFC als Marker von Tumorgewebsuntersuchungen einzusetzen, da ferner die Immunhistochemie eine starke zytoplasmatische Färbung für FGF2 und VEGFC in Krebszellen zeigte. Zudem konnte nachgewiesen werden, dass die Proliferation von Krebszellen in indirekten Co-Kulturen und auch nach Transfektion mit FGF2 siRNA
vermindert ist.

Diese Studie trägt dazu bei, die Rolle von FGF2 und VEGFC im späten Stadium von Eierstockkrebs und deren Wirkung auf diese Krankheit zu verstehen. Es ist wichtig, ein besseres Verständnis von Eierstockkrebs zu erhalten, insbesondere welche Faktoren bei der Regulation beteiligt sind und welchen Einfluss diese auf den Krankheitsverlauf haben. Diese Untersuchungen bieten auch eine geeignete Plattform für die zukünftige Forschung zur Identifizierung von Biomarkern und neuen Therapien für fortgeschrittenes Krankheitsstadium und letztendlich eine bessere Überlebenschance für die Patienten.

Auch im gesundheits- und wirtschaftswissenschaftlichen Kontext ist diese Studie hilfreich, da mit besserer Prognostik eine Einsparung an Therapiekosten oder unnötiger Chemotherapieanwendungen umsetzbar wäre. Zudem können Kosten im Gesundheitswesen durch weniger Medikamentenverabreichung sowie auftretender Folgeschäden - überwiegend ausgelöst durch die gängige Chemotherapie - deutlich gesenkt werden. Je früher eine Diagnose gestellt werden kann, desto besser sind die Therapiemöglichkeiten, insbesondere dann, wenn eine Chemotherapie vermieden werden kann und damit die Psyche sowie das soziale Umfeld einer Krebspatientin weniger stark belastet wird.

Autor
Katja Obst
Jahr
2013
Lehr- / Forschungsinstitut
Hochschule für Technik und Wirtschaft HTW Berlin
Fakultät
Life Science Engineering
Kategorie
Lizentiats-/Magister-/Masterarbeiten
Note
1

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